Diese Internetseite ist für Dich

Hinter Health4Free stehen 30 Jahre Erfahrung aus der täglichen Praxis von Physiotherapie und Osteopathie.

Und ja, die Zeiten haben sich verändert. Das merkst Du als Patient ziemlich deutlich.

Lange Wartezeiten. Keine Termine in der Wunschpraxis. Manchmal gar keine Termine mehr.

Du hast das Gefühl, im Stich gelassen zu werden, genau dann, wenn Du Hilfe brauchst.
Das frustriert. Das verstehe ich.

Gleichzeitig stehen wir Therapeuten täglich auf der anderen Seite dieses Frustes.
Und das ist ein echtes Problem.

Warum es diese Seite gibt

Diese Seite soll Dir Hilfe zur Selbsthilfe sein. Ich gebe Dir klare Handlungsempfehlungen, um Dich selbst um Dein Wohlbefinden zu kümmern. Dinge, die ich als Therapeut selbst auch tue, um möglichst lange einsatzfähig zu bleiben und natürlich auch, um meine Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern.

An all Euch lieben Patienten:

Wir tun unser Bestes

Ich kenne keinen Kollegen, egal ob Physiotherapeut, Osteopath oder Arzt, der Freude daran hat, Menschen abzuweisen oder keinen Termin vergeben zu können.

Wir tun das nicht aus Bequemlichkeit. Nicht aus Desinteresse. Und ganz sicher nicht aus Bosheit.

Wir haben schlicht nur zwei Hände. Unser Tag hat 24 Stunden. Und auch wir sind keine Maschinen.

Auch wir müssen essen, trinken, zur Toilette gehen und zwischendurch einmal durchatmen. Dinge, die im Praxisalltag erstaunlich oft zu kurz kommen.

Ein ehrlicher Einblick

Ich liebe meine Arbeit. Die Arbeit mit Menschen macht mir wirklich Freude.

Was diese Freude zunehmend trübt, ist nicht der Patient selbst, sondern der Druck drumherum.
Die ständigen Rechtfertigungen am Telefon. Die endlosen Diskussionen über Wartezeiten.
Und leider auch Anschuldigungen und Drohungen, mit denen Therapeuten und Praxisteams immer häufiger konfrontiert sind.

Nicht wenige Kollegen denken deshalb ernsthaft darüber nach, ihre Praxen zu schließen.
Nicht wegen der Arbeit am Menschen. Sondern wegen allem, was inzwischen dazugehört.

Eine unbequeme Wahrheit

Fakt ist: Du als Patient bist wichtig.
Wir Therapeuten leben von Dir.

Und glaube mir, ich verstehe Deine Enttäuschung, wenn Du nicht zeitnah einen Termin bekommst.
Kleiner Spoiler am Rande: Auch wir Therapeuten werden krank. Auch wir sind Patienten. Und auch wir bekommen nicht schneller Termine als Du.

Im Moment ist die Situation einfach so, wie sie ist: Es gibt mehr Patienten als Therapeuten.

Das können wir wegjammern. Oder wir können anfangen, anders damit umzugehen.

Was wir tun können

Im Idealfall: vorsorgen.
Und wenn es doch zwickt oder schmerzt: selbst aktiv werden.

Diese Seite soll Dir dabei helfen.

Denn eines ist sicher:
Jammern nützt nichts.

Zum Thema "Notfall"

Bitte bewahre erst einmal Ruhe.
Und distanziere Dich von der Aussage, Du seist ein Notfall.

Ein Notfall liegt dann vor, wenn ohne sofortige medizinische Behandlung schwere bleibende Schäden oder Lebensgefahr drohen.
Dann brauchst Du einen Notarzt.
Keinen Physiotherapeuten und keinen Osteopathen.

Ein Hexenschuss oder ein Zug an der Halswirbelsäule sind unangenehm, schmerzhaft und einschränkend.
Aber sie sind keine Notfälle.

Ein Problem unserer Zeit

Wir haben verlernt, unangenehme Zustände auszuhalten.
Wir wollen keine Konsequenzen tragen.
Und wir wollen uns vor allem keine Zeit zur Heilung nehmen.

Denn wir alle sind wichtig.
Wir müssen funktionieren.
Und krank sein passt gerade überhaupt nicht.

Ganz ehrlich: Dafür gibt es nie einen guten Zeitpunkt.

Ein Hexenschuss ist wie ein Schnupfen.
Wenn er da ist, ist er da.
Dann muss er auskuriert werden.

Schreien, Druck machen und Schuldige suchen ändern daran nichts.
Das Kind ist in dem Moment bereits in den Brunnen gefallen.

Und anstatt zu fragen, was dazu geführt hat, richtet sich der Ärger gegen „die bösen Therapeuten und Ärzte“, die angeblich nicht helfen wollen.

Klingelt da etwas?

Eine kleine Analogie

Stell Dir vor, Du hast ein neues Auto.
Du fährst rücksichtslos, über Bordsteinkanten, ignorierst Warnsignale.

Irgendwann ist das Auto kaputt.
Du willst sofort einen Termin in der Werkstatt.
Bekommst Du ihn nicht, bist Du wütend auf den Mechaniker.

Absurd?
Genau.

So gehen wir oft mit unserer Gesundheit um.

Dein Körper ist Dein Fahrzeug.
Was Du ihm zuführst und wie Du mit ihm umgehst, entscheidet über seine Belastbarkeit.

Wir Therapeuten können ein wenig reparieren, Impulse geben und Dich auf die richtige Spur bringen.
Deine Gesundheit herstellen können wir nicht.

Das ist Deine Aufgabe.
Ja, Überraschung. Das war schon immer so.

Zum Schluss

Nimm Deine Gesundheit selbst in die Hand.
Nutze das Gesundheitssystem als das, was es sein sollte: Unterstützung auf Deinem Weg.
Nicht als Rundum-sorglos-Paket ohne Eigenverantwortung.

Es geht darum, so lange wie möglich so beschwerdefrei wie möglich zu leben.
Mit maximalem Nutzen und minimal notwendigem Einsatz.

Das gelingt, wenn Du nicht das Unmögliche erwartest
und Dich aus der Opferrolle verabschiedest.

Du hast mehr Einfluss, als Du denkst.