Deine Monatsaufgabe
zum Thema Lebensmittel
Diese Gewohnheit trainierst Du in diesem Monat:
Ziel dieses Monats:
Jeder Tag, an dem deine Ernährung überwiegend aus unverarbeiteten
oder nur wenig verarbeiteten Lebensmitteln bestand, erhält ein Kreuz auf deinem Worksheet.
Perfektion ist nicht das Ziel. Konsistenz ist das Ziel.
Warum ist das wichtig?
Unverarbeitete oder nur wenig verarbeitete Lebensmittel enthalten von Natur aus eine günstige Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Gleichzeitig enthalten sie weniger Zucker, Salz und Zusatzstoffe als stark verarbeitete Produkte.
Es geht dabei nicht um Perfektion. Entscheidend ist, dass natürliche Lebensmittel den größten Teil deiner Ernährung ausmachen.
Das sagt die Wissenschaft
Zahlreiche Studien zeigen, dass eine Ernährung mit vielen unverarbeiteten Lebensmitteln mit einem geringeren Risiko für verschiedene chronische Erkrankungen verbunden ist.
Menschen, die überwiegend natürliche Lebensmittel essen, profitieren unter anderem von:
- einer höheren Nährstoffdichte
- einer besseren Ballaststoffversorgung
- einer längeren Sättigung
- einem geringeren Risiko für Übergewicht
- einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes
- einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Stark verarbeitete Lebensmittel enthalten dagegen häufig viel Zucker, Salz, ungünstige Fette und liefern gleichzeitig vergleichsweise wenige Mikronährstoffe.
So gelingt die Umsetzung
1. Kaufe möglichst einfache Lebensmittel
Frisches Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Haferflocken, Eier, Naturjoghurt oder Fisch benötigen meist keine lange Zutatenliste.
2. Lies die Zutatenliste
Je kürzer sie ist, desto besser.
3. Koche häufiger selbst
Schon wenige selbst zubereitete Mahlzeiten pro Woche machen einen großen Unterschied.
4. Tausche Schritt für Schritt aus
Vollkorn statt Weißmehl.
Naturjoghurt statt Fruchtjoghurt.
Haferflocken statt gezuckertes Müsli.
Wasser statt Softdrinks.
5. Denke in Lebensmitteln, nicht in Kalorien
Frage dich:
„Würde meine Großmutter dieses Lebensmittel als Essen erkennen?“
Besondere Situationen
Kantine oder Restaurant
Versuche auch unterwegs möglichst einfache Gerichte mit Gemüse, Eiweißquelle und wenig stark verarbeiteten Zutaten auszuwählen.
Z. B. Gegrilltes statt Paniertes und Pellkartoffeln statt Pommes.
Wenig Zeit
Gesunde Ernährung muss nicht kompliziert sein.
Familienalltag
Wenn die Mehrheit deiner Mahlzeiten aus natürlichen Lebensmitteln besteht, bist du bereits auf einem sehr guten Weg.
Risiken einer dauerhaft stark verarbeiteten Ernährung
Eine Ernährung mit einem hohen Anteil stark verarbeiteter Lebensmittel wird unter anderem mit einem erhöhten Risiko in Verbindung gebracht für:
- Übergewicht
- Typ-2-Diabetes
- Bluthochdruck
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Darmkrebs
- Karies
- eine geringere Ballaststoffzufuhr
- eine schlechtere Nährstoffversorgung
Nicht einzelne Lebensmittel entscheiden über deine Gesundheit, sondern deine Gewohnheiten über viele Jahre hinweg.
Das wichtigste auf einen Blick
✓ Koche möglichst häufig selbst.
✓ Lies die Zutatenliste.
✓ Tausche stark verarbeitete Lebensmittel nach und nach aus.
✓ Trage dein tägliches Kreuz im Worksheet ein.
Mythos
Fakt
Merksatz des Monats
Literatur - Empfehlung
Wer mehr über unverarbeitete Lebensmittel und ihren Einfluss auf die Gesundheit erfahren möchte, dem empfehle ich:
Food for Life
von Prof. Dr. Tim Spector
Tim Spector erklärt verständlich, welchen Einfluss verschiedene Lebensmittel auf Darmflora, Stoffwechsel und langfristige Gesundheit haben und fasst die aktuelle Ernährungsforschung allgemeinverständlich zusammen.