
Pia Friedrich, Therapeutin mit Schwerpunkt Osteopathie
www.osteogeo.de
Ich bin überzeugt, dass langfristige Gesundheit nicht durch extreme Maßnahmen entsteht, sondern durch einfache Gewohnheiten, die wir Tag für Tag wiederholen.
Nach fast 30 Jahren der Ausübung von Physiotherapie und Osteopathie hat sich diese Erkenntnis immer wieder bestätigt:
Gesundheit entsteht nicht an einem einzigen Tag. Sie ist das Ergebnis dessen, was wir regelmäßig tun.
Kleine Entscheidungen. Jeden Tag. Ein Leben lang.
Warum ich Health For Free gegründet habe
Alles fing ganz „harmlos“ an. In meinem Berufsalltag als Osteopathin werde ich fast täglich von meinen Patienten gefragt, was sie selbst tun können, um sich besser zu fühlen. Im Laufe der Jahre stellten sich interessanterweise gerade die einfachen Dinge als am hilfreichsten heraus. Genau das führt aber leider oft zu enttäuschten Gesichtern, denn meist hoffen die Menschen auf den ultimativen Geheimtipp. Den kann auch ich nicht liefern. Aber umso erfreulicher sollte es sein, dass ein „guter“ Lebensstil nicht zeitaufwendig und kostspielig sein muss. Um die Tipps für meine Patienten zugänglich zu machen und in Erinnerung zu halten, begann ich, diese auf meiner Homepage zu veröffentlichen. Mittlerweile ist meine Vision, die Gewohnheiten noch mehr Menschen zur Verfügung zu stellen. So entstand diese Seite mit dem Titel „Health For Free“ als mein Herzensprojekt mit der Botschaft, dass „sich wohl fühlen“ einfach sein darf.
Dazu kommt:
Wir leben heute lange. Aber zusätzliche Lebensjahre sind nicht automatisch gesunde Lebensjahre. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, wie alt wir werden, sondern wie wir alt werden. Wir können zwar nicht bestimmen, wie alt wir werden. Aber wir können jeden Tag etwas dafür tun, möglichst lange beweglich, selbständig und leistungsfähig zu bleiben.
Was bedeutet der Name "Health For Free"?
Das Wort free bedeutet „kostenlos und frei“.. Daraus lässt sich die Philosophie des Projektes ableiten:
1. Frei von Kosten
Das ist die offensichtlichste Bedeutung.
Für die meisten der Gewohnheiten braucht man kein Fitnessstudio, keine Nahrungsergänzungsmittel, keine App, kein Coaching, keine Geräte und kein Abo.
Gehen. Schlafen. Wasser trinken. Essenspausen. Hocken. Armkreisen. Eine Minute meditieren. Freundlich mit sich sprechen.
Die entscheidenden Ressourcen besitzt der Mensch größtenteils bereits: seinen Körper, seine Zeit und seine Entscheidungen.
Das ist eine ziemlich schöne Gegenposition zu einer Gesundheitsindustrie, die uns gelegentlich den Eindruck vermittelt, Wohlbefinden müsse erst einmal bestellt werden.
2. Frei durch Gesundheit und Funktionsfähigkeit
Wenn ich möglichst lange beweglich und selbstständig bleibe, bedeutet das Freiheit:
frei gehen können,
frei reisen können,
Treppen steigen können,
selbst einkaufen können,
meinen Alltag selbst gestalten können.
Damit bekommt „Free“ eine ganz andere Dimension:
Gesundheit ist nicht das Ziel. Freiheit ist das Ziel. Gesundheit ermöglicht sie.
Es geht nicht nur darum, möglichst viele Jahre zu sammeln, sondern möglichst viele davon selbstbestimmt leben zu können.
3. Frei von unnötiger Komplexität
Gesundheit ist inzwischen unglaublich kompliziert geworden: Wearables, Supplements, Schlaftracker, Diäten, Biohacking, Trainingssysteme, Apps, Bluttests, Optimierungsprogramme.
Health For Free sagt dagegen:
Fang mit den Grundlagen an.
Zwölf Gewohnheiten. Jeden Monat eine.
Damit bedeutet Free auch ein Stück weit:
Frei von dem Gefühl, ständig noch mehr wissen, kaufen und optimieren zu müssen.
4. Frei von Perfektion
Nicht jeden Tag zwölf perfekte Kreuzchen. Nicht „alles oder nichts“. Nicht: „Dienstag nicht gegangen, Programm gescheitert, wir sehen uns nächsten Januar.“
Sondern langfristige Konsistenz.
Du musst es nicht perfekt machen. Du musst es immer wieder machen.
Das nimmt Druck heraus und erhöht vermutlich gerade dadurch die Chance, dass Menschen tatsächlich dabeibleiben.
5. Frei von kurzfristigen Gesundheitstrends
Health For Free verkauft keine neue Wunderidee.
Schlafen. Gehen. Trinken. Essen. Bewegen. Denken.
Das meiste davon war sinnvoll, lange bevor Instagram existierte, und wird vermutlich noch sinnvoll sein, wenn wir alle von unseren Kühlschränken wegen schlechter Ernährungsentscheidungen beleidigt werden.
Keine Trends. Keine Wunder. Grundlagen.
6. Frei durch Selbstwirksamkeit
Health For Free sagt nicht:
„Jemand anderes muss mich gesund machen.“
Sondern:
„Ich kann jeden Tag selbst etwas für mein Wohlbefinden und meine langfristige Funktionsfähigkeit tun.“
Natürlich hat das Grenzen. Erkrankungen verschwinden nicht durch positives Denken und einen Spaziergang. Diese Abgrenzung ist wichtig.
Aber zwischen „Ich kann alles selbst beeinflussen“ und „Ich kann ohnehin nichts beeinflussen“ liegt ein riesiger Bereich.