Deine Monatsaufgabe

zum Thema Armkreisen

Diese Gewohnheit trainierst Du in diesem Monat:

Ich führe täglich 10 Armkreise rückwärts durch.
Die Übung dauert weniger als eine Minute und lässt sich problemlos in den Alltag integrieren.
Jeder Tag, an dem du deine Armkreise durchgeführt hast, erhält ein Kreuz auf deinem Worksheet.
Perfektion ist nicht das Ziel. Konsistenz ist das Ziel.

Warum Armkreisen so wichtig ist

Unser Alltag spielt sich heute überwiegend vor dem Computer, am Schreibtisch oder mit dem Smartphone in der Hand ab. Dabei bewegen wir unsere Schultern meist nur in einem kleinen Bewegungsbereich.

Aber auch viele alltägliche Tätigkeiten wie Kochen, Putzen, Autofahren oder Arbeiten in einer ergonomisch eingerichteten Küche finden überwiegend in einem Bewegungsradius vor dem Körper statt. Unser Alltag fordert unsere Schultern kaum noch in ihrem natürlichen Bewegungsumfang.
Unsere Schultern werden dadurch zwar häufig benutzt, aber nur selten über ihren vollständigen Bewegungsumfang bewegt.

Die Folge: Die Muskulatur wird einseitig belastet, Gelenke verlieren an Beweglichkeit und Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich nehmen zu.

Armkreisen bewegt das Schultergelenk durch einen großen Bewegungsumfang und bringt Bewegung in Strukturen, die im Alltag oft zu wenig genutzt werden.

Das sagt die Wissenschaft

Regelmäßige Bewegung erhält die Beweglichkeit von Gelenken und unterstützt die Funktion von Muskeln, Sehnen und Bändern.

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Gerade deshalb profitiert sie von regelmäßiger Bewegung in alle möglichen Bewegungsgrade.

Längeres Sitzen und einseitige Körperhaltungen werden häufig mit Schulter- und Nackenbeschwerden in Verbindung gebracht.

Tägliches Armkreisen kann helfen

  • die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten
  • die Gelenkschmiere zu verteilen
  • verspannte Muskulatur zu lockern
  • die Körperhaltung zu verbessern
  • und die Körperwahrnehmung zu fördern

So gelingt die Umsetzung

1. Verbinde die Übung mit einer festen Gewohnheit

Zum Beispiel:

nach dem Zähneputzen
nach dem Aufstehen
während der Kaffeepause
vor dem Schlafengehen

2. Führe die Bewegung langsam aus

Nicht Geschwindigkeit ist entscheidend, sondern ein möglichst großer und kontrollierter Bewegungsumfang.

3. Kreise in der Sagittalebene

Die Arme bewegen sich vor und hinter dem Körper.

So nutzt du den natürlichen Bewegungsumfang des Schultergelenks.

4. Atme ruhig weiter

Die Übung soll leicht und angenehm sein.

Besondere Situationen

Schulterbeschwerden

Bei Schmerzen sollte die Bewegung nur im schmerzfreien Bereich erfolgen.

Starke oder anhaltende Beschwerden sollten ärztlich oder physiotherapeutisch abgeklärt werden.

Risiken bei dauerhaftem Bewegungsmangel im Schulterbereich

Wer seine Schultern über Jahre nur wenig bewegt, erhöht unter anderem das Risiko für:

  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich
  • Kraftverlust
  • Schultersteife
  • Beschwerden bei Alltagsbewegungen

Nicht jede Schultererkrankung lässt sich dadurch verhindern. Regelmäßige Bewegung ist jedoch eine wichtige Voraussetzung für gesunde Schultergelenke.

Das wichtigste auf einen Blick

✓ Führe täglich deine Armkreise durch.

✓ Nutze einen möglichst großen Bewegungsumfang.

✓ Kreise langsam und kontrolliert.

✓ Verbinde die Übung mit einer festen Alltagsgewohnheit.

✓ Trage dein tägliches Kreuz im Worksheet ein.

Mythos

Die Schulter sollte möglichst geschont werden.

Fakt

Eine akute Verletzung braucht manchmal Ruhe. Im Alltag profitieren gesunde Schultern jedoch von regelmäßiger Bewegung. Viele Schulterbeschwerden entstehen oder verschlimmern sich durch Bewegungsmangel und einseitige Belastungen.

Merksatz des Monats

Bewegung erhält, was Nichtstun langsam verliert.

Literatur - Empfehlung

Kelly Starrett

Werde ein geschmeidiger Leopard

Kelly Starrett erklärt verständlich, wie regelmäßige Bewegung, Mobilität und gute Bewegungsmuster dazu beitragen können, Gelenke langfristig gesund und belastbar zu halten.