Deine Monatsaufgabe
zum Thema Fokus
Diese Gewohnheit trainierst Du in diesem Monat:
Ziel dieses Monats:
Es müssen keine außergewöhnlichen Erlebnisse sein. Oft sind es die kleinen Dinge, die wir im Alltag übersehen:
ein freundliches Gespräch, ein Spaziergang, eine gelungene Mahlzeit oder ein Moment der Ruhe.
Jeder Tag, an dem du fünf positive Erlebnisse notiert hast, erhält ein Kreuz auf deinem Worksheet.
Perfektion ist nicht das Ziel. Konsistenz ist das Ziel.
Warum der Fokus auf Positives so wichtig ist
Heute führt er jedoch häufig dazu, dass wir viele schöne Momente eines Tages kaum bewusst wahrnehmen.
Wer den Fokus regelmäßig auch auf Gelungenes richtet, verändert nicht die Realität, sondern die Art, wie er sie wahrnimmt.
Das bedeutet nicht, Probleme zu verdrängen. Es bedeutet, das gesamte Bild zu sehen.
Das sagt die Wissenschaft
Die Psychologie spricht vom Negativity Bias: Negative Ereignisse ziehen unsere Aufmerksamkeit stärker auf sich als positive.
Studien aus der Positiven Psychologie zeigen, dass regelmäßige Dankbarkeits- oder Positivtagebücher unter anderem dazu beitragen können
- das Wohlbefinden zu steigern
- Optimismus zu fördern
- Stress zu reduzieren
- depressive Symptome zu verringern
- die allgemeine Lebenszufriedenheit zu verbessern
Je häufiger wir unseren Fokus bewusst auf positive Erfahrungen richten, desto leichter fallen sie unserem Gehirn künftig auf.
So gelingt die Umsetzung
1. Schreibe jeden Abend
Verbinde die Übung mit deiner Abendroutine.
Zum Beispiel nach dem Zähneputzen oder direkt vor dem Schlafengehen.
2. Denke klein
Nicht jeder Tag enthält große Erfolge.
Auch diese Dinge zählen:
Die Sonne schien.
Das Essen hat gut geschmeckt.
Ich war spazieren.
Ein Mensch hat mich angelächelt.
3. Wiederholungen sind erlaubt
Nicht jeder Tag muss völlig neue Erlebnisse bieten.
Auch wiederkehrende schöne Momente verdienen Aufmerksamkeit.
4. Schreibe von Hand
Das bewusste Aufschreiben verstärkt die Wirkung oft mehr als bloßes Nachdenken.
Besondere Situationen
Schwierige Lebensphasen
Dann genügt manchmal schon ein einziger kleiner Lichtblick.
Sehr stressige Tage
Oft folgen die nächsten ganz von allein.
Schlechte Stimmung
Sie ergänzt sie um eine zweite Perspektive.
Risiken eines dauerhaft negativen Fokus
Grübeln
chronischen Stress
Unzufriedenheit
Hoffnungslosigkeit
Ängste
depressive Verstimmungen
Nicht die Probleme selbst sind entscheidend.
Entscheidend ist, ob wir daneben auch das Gute noch wahrnehmen.
Das wichtigste auf einen Blick
✓ Auch kleine Dinge zählen.
✓ Wiederholungen sind erlaubt.
✓ Schreibe möglichst von Hand.
✓ Trage dein tägliches Kreuz im Worksheet ein.
Mythos
Fakt
Merksatz des Monats
Literatur - Empfehlung
Flourish – Wie Menschen aufblühen
von Prof. Dr. Martin Seligman
Martin Seligman gilt als Begründer der Positiven Psychologie. Er erklärt wissenschaftlich fundiert, wie Aufmerksamkeit, Stärken und positive Emotionen unser Wohlbefinden langfristig beeinflussen können, ohne dabei die Realität oder Schwierigkeiten auszublenden.